Mittwoch, 7. Januar 2026

Aktuelle rechtspopulistische Welle: Rechtsextreme Vorfälle an Schulen – steigender Trend

Demo vor Schule (KI, gemeinfrei)




Radikale politische Haltungen fördern Protest- und Widerstandsverhalten. Schulstörungen
entstehen dort, wo politische Ideologien demokratische Grundregeln, Respekt, Vielfalt und dialogfähigen Diskurs ablehnen oder infrage stellen. Studien und pädagogische Praxis zeigen, dass vielfältige politische Bildung, demokratische Wertevermittlung und Resilienzförderung entscheidende Schutzfaktoren gegen radikale Störungen sind.
 (PubMed)

Es gibt inzwischen belastbare quantitative Daten darüber, wie häufig politisch motivierte und extremistische Vorfälle an Schulen vorkommen. Sie zeigen zwar nicht direkt, wie viele Schüler „radikalisiert“ sind, aber sie geben messbare Hinweise auf das Auftreten extremistischer Verhaltensweisen und politisch motivierter Störungen im schulischen Umfeld.

1. Rechtsextreme Vorfälle an Schulen – steigender Trend

Aktuelle Berichte aus mehreren Bundesländern zeigen einen deutlichen Anstieg rechtsextrem motivierter Vorfälle an Schulen:

In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2025 bis Mitte Oktober 70 rechtsextreme Vorfälle registriert (z. B. Hitlergruß, Hakenkreuze, antisemitische Sprüche) – mehr als in den Vorjahren (2024: 53; 2023: 38) (DIE WELT).

In Nordrhein-Westfalen waren in 2024 insgesamt 452 rechtsextreme Taten an Bildungsstätten (Schulen und Unis) dokumentiert, gegenüber 277 im Jahr 2023 (DIE WELT).

Laut stern.de-Auswertung zeigen polizeiliche und schulische Statistiken bundesweit steigende Zahlen rechtsextremer Straftaten und Vorfälle an Schulen, teils mit deutlichen Zunahmen zwischen 2015 und 2024 in mehreren Bundesländern (stern.de).

Diese Zahlen belegen nicht direkt Radikalisierung einzelner Personen, sie dokumentieren aber Vorfälle mit extremistischem Hintergrund, die im schulischen Raum auftreten und gezählt werden.


2. Warum diese Zahlen relevant sind

Politisch motivierte Straftaten und Vorfälle an Schulen werden oft erfasst, wenn sie:
    • Straftaten mit extremistischem Bezug sind (z. B. öffentliche Verherrlichung verfassungsfeindlicher Symbole)
    • als nicht-strafbare Vorfälle im schulischen Kontext gemeldet werden (z. B. Propagandamaterial, diskriminierende Aussagen, Hakenkreuz-Schmierereien innerhalb der Schule),
    • oder wenn sie im Rahmen schulinterner Meldesysteme dokumentiert werden (stern.de).
Diese Zahlen dienen als Indikator dafür, wie stark extremistische Inhalte und Verhaltensweisen im schulischen Alltag präsent sind.


 3. Rechtsextremismus als größter erfasster Bereich

Auch über Schulen hinaus zeigen die Verfassungsschutz-Daten, dass politisch motivierter Extremismus in Deutschland – gemessen an Straftaten und Personenpotenzial – stark rechtsextreme Ausprägungen aufweist:

Insgesamt wurden 2024 bundesweit rund 37.800 rechtsextremistische Straftaten registriert, was ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr war (Reddit).

Das rechtsextremistische Personenpotenzial wurde 2024 auf etwa 50.250 Personen geschätzt (Reddit).

Diese übergreifenden Extremismuszahlen stimmen in der Tendenz mit den schulischen Vorfällen überein: rechtsextreme Inhalte und Delikte dominieren die erfassten Fälle in Bildungseinrichtungen, was sich auch in der schulischen Statistik widerspiegelt.


4. Limitierungen der Daten

Wichtig zu wissen:
  • Keine einheitliche bundesweite Erfassung: Nicht alle Bundesländer dokumentieren schulische Vorfälle gleich ­systematisch (stern.de).
  • Unterschiedliche Erfassungskriterien: Polizeiliche Kriminalstatistik und schulinterne Meldesysteme verwenden nicht immer die gleichen Kategorien (stern.de).
  • Keine direkte Messung von „Radikalen“: Vorfälle sind ein Verhaltensindikator, aber sie zeigen nicht automatisch, wie viele Schüler ideologisch radikalisiert sind – dafür wären differenzierte Befragungen erforderlich.

5. Fazit — Was die Zahlen aussagen


Die Zahlen zeigen einen realen und messbaren Anstieg von politisch extremistischen Vorfällen an Schulen, insbesondere im Bereich des Rechtsextremismus.

Sie dienen als Indikator gesellschaftlicher Radikalisierungstendenzen unter Jugendlichen – denn sie spiegeln, wie oft Schule direkt von extremistischen Symbolen, Sprüchen oder Verhaltensweisen betroffen ist.

Sie belegen nicht, dass ein hoher Prozentsatz an Schülern radikalisiert ist, sondern dass radikale Inhalte und Verhaltensweisen im schulischen Alltag zunehmen und dokumentiert werden.


Beispiele: Mobbing und Bullying


Links auch einmal Mobbing von Lehrern gegenüber Schülern, und rechts die allzu bekannte Szene aus dem Schulalltag.  Bullying verwendet mehr Gewaltandrohung, was hier nicht so deutlich wird. (Fotos: KI, gemeinfrei)  



Mobbing und Bullying sind leider alltägliche Probleme an Schulen, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Betroffenen haben können.

Man könnte sagen, dass Mobbing und Bullying eine Art von sozialer Interaktion sind, bei der eine Person oder eine Gruppe von Personen eine andere Person systematisch und wiederholt schikaniert, belästigt oder einschüchtert. Dies kann verbal, physisch oder psychisch geschehen und kann sowohl online als auch offline stattfinden.

Einige mögliche Gründe für Mobbing und Bullying an Schulen könnten sein:
    • Soziale Hierarchien und Machtstrukturen
    • Mangelnde Empathie und soziale Kompetenz
    • Druck von Peers und Gruppenzwang
    • Unsicherheit und Angst
    • Fehlende Aufsicht und Unterstützung durch Lehrer und Eltern
Es ist wichtig, dass Schulen und Eltern gemeinsam daran arbeiten, ein positives und unterstützendes Schulklima zu schaffen, in dem jeder Schüler sich sicher und respektiert fühlt.

Schulen können manchmal Orte sein, an denen Mobbing und Bullying unentdeckt bleiben, insbesondere in Bereichen, die nicht direkt von Lehrern oder Aufsichtspersonen überwacht werden, wie z.B. in den Gängen, auf dem Schulhof oder in den Pausen.
Es ist wichtig, dass Schulen Maßnahmen ergreifen, um diese "blinden Flecken" zu minimieren und sicherzustellen, dass alle Schüler sich sicher und geschützt fühlen. Dazu gehören:
    • Regelmäßige Aufsicht und Patrouillen in den Gängen und auf dem Schulhof
    • Schaffung von sicheren Räumen, in denen Schüler sich zurückziehen können, wenn sie Hilfe benötigen
    • Förderung von Empathie und sozialer Kompetenz durch Unterricht und Projekte
    • Einbeziehung von Schülern, Lehrern und Eltern in die Prävention und Bekämpfung von Mobbing und Bullying
Es ist auch wichtig, dass Schüler wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfe benötigen oder sie Zeuge von Mobbing oder Bullying werden.


Die bundesweiten Erhebungen für 2025 zu rechtsextremen Vorfällen an Schulen zeigen, dass es kein vollständig einheitliches bundesweites Lagebild gibt – viele Länder *erfassen diese Vorfälle nicht einheitlich oder gar nicht statistisch*. Das macht genaue Vergleiche schwierig.  WEB.DE [1]


Bundesländer mit den meisten rechtsextremen Vorfällen an Schulen (Stand 2025, bis Herbst)

Nach verfügbaren Daten aus Landespolizeien und Schulämtern deutet sich folgendes an:  stern.de [2]

Berlin

Bis Anfang Oktober 2025 wurden ca. 95 rechtsextreme Straftaten an Schulen gemeldet (z. B. Hitlergrüße, Propaganda, Beleidigungen. stern.de[3]

Baden-Württemberg (s.o.)

Brandenburg

Polizei registrierte rund 216 rechtsextreme Straftaten an Schulen bis Oktober 2025. stern.de[3]

Schulämter meldeten 2024 sogar bis zu etwa 605 Vorfälle – weit über rein polizeilich erfasste Taten.  stern.de[2]

Nordrhein-Westfalen (s.o)

Rheinland-Pfalz & Hessen

Rheinland-Pfalz hatte bis August 2025 mindestens 39 Vorfälle gemeldet (knapp unter dem Vorjahr). stern.de[3]

Hessen zeigte auch zweistellige bis dreistellige Fallzahlen, allerdings ist die Trendlage je nach Erhebung unterschiedlich.  stern.de[3]

Konkrete Stadt-Fallbeispiele 2025

Duisburg (Nordrhein-Westfalen)
Mehrere Schulen wurden im April 2025 nach *rechtsextremen Drohungen/Threat-Mails* vorsorglich geschlossen; etwa 17 – 20 Schulen betroffen.  dailyfinland [4]

Quellen:

[1]: https://web.de/magazine/politik/inland/rechtsextremismus-schulen-deutschland-blindflug-41589086?utm_source=chatgpt.com "Rechtsextremismus an Schulen: Deutschland im Blindflug | WEB.DE"

[2]: https://www.stern.de/politik/deutschland/rechtsextremismus--wie-viele-vorfaelle-gibt-es-an-deutschen-schulen--36150006.html?utm_source=chatgpt.com "Rechtsextremismus: Wie viele Vorfälle gibt es an deutschen Schulen? | STERN.de"

[3]: https://www.stern.de/politik/deutschland/rechtsextreme-vorfaelle-schon-jetzt-teilweise-hoeher-als-2024-36138480.html?utm_source=chatgpt.com "Rechtsextreme Vorfälle schon jetzt teilweise höher als 2024 | STERN.de"

[4]: https://www.dailyfinland.fi/europe/42623/17-schools-stay-closed-in-Germany-over-far-right-threats?utm_source=chatgpt.com "17 schools stay closed in Germany over far-right threats"



Sonntag, 4. Januar 2026

D - URSACHEN - Schulische Misserfolge - Radikalisierung - Drogen - Straf- und Gewalttaten an deutschen Schulen

Ursachen der Gewalt an Schulen

Dauerhaft schlechte Zensuren
(KI)


Soziale Ursachen

  • Sozioökonomische Belastungen: Armut, prekäre Lebenssituationen, familiärer Stress – erhöhen Aggressionen im Alltag. 

  • Fragmentierte soziale Bindungen: Weniger stabile Bezugspersonen- und Erziehungsmodelle zu Hause; Schule muss mehr leisten als nur Wissensvermittlung, um zu kompensieren. 

  • Ungleichheiten und kulturelle Spannungen: Unterschiedliche soziale Hintergründe ohne ausreichende Integrations- und Unterstützungsstrukturen.

  • Experten deuten eine allgemeine „gesellschaftliche Verrohung“ an – weniger Empathie, mehr Konflikte werden physisch ausgetragen. DIE WELT

  • Erziehung durch prekäre und ähnliche Eltern wird in (sehr) hohem Maß durch Affinität zu rechtspopulistischen, radikalen und teils extremistischen Anschauungen beeinflusst. Sie stellen das gesamte Schul- und Gesellschaftssystem in Frage.

Individuelle Faktoren

  • Entwicklungsprobleme, Impulsivität, mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten.

  • Rolle sozialer Medien, in denen Gewalt glorifiziert oder aufgezeichnet wird.

Institutionelle Faktoren

  • Überforderung der Schulen (große Klassen, Heterogenität, zu wenig Fachkräfte).

  • Mangel an frühzeitiger Unterstützung durch Schulsozialarbeit, Therapieangebote, Konfliktberatung.

  • Mangelnde Erreichbarkeit eines erheblichen Teils der Eltern mit demokratischen pädagogischen Zielen.


Zahlen wachsen – trotz Erfassungsgrenzen

Damit die Zahlen nicht vollends frustrieren, werden Einschränkungen in der Erfassung verwirklicht:
  • Die PKS misst nur polizeilich registrierte Straftaten, nicht alle Konflikte oder nicht angezeigte Übergriffe.
  • Seit 2019 gibt es Erfassungsänderungen: z. B. werden Schulweg und außerschulische Veranstaltungen bei „Tatörtlichkeit Schule“ nicht mehr eingerechnet – was die Vergleichbarkeit erschwert. DIE ZEIT

Andererseits wird auch mehr an den messbaren Stellen auf Erfassung geachtet:
  • Verbesserte Meldesysteme und verstärkte Sensibilisierung führen dazu, dass mehr Vorfälle erfasst werden als früher, auch wenn sie vorher stattfinden, aber nicht gemeldet wurden.
  • Schulverwaltungen, Polizei und Kultusministerien dokumentieren bewusst stärker, um Handlungsbedarfe sichtbar zu machen.

Der Anstieg ist real

  • Fachstellen, Lehrkräftebefragungen und Landesstatistiken zeigen, dass die Zunahmen auf tatsächliche  Steigerungen und Eskalationen zurückzuführen sind.
  • Zunahme von körperlichen Angriffen, Drohungen, Einschüchterung im Schulkontext.
  • Messer‑ oder Stichausrüstungen werden häufiger gesehen – nicht nur Einzelfälle. DIE ZEIT
  • Heterogene Klassen, Personalmangel, fehlende Schulsozialarbeit und unzureichende psychosoziale Unterstützung erschweren Konfliktprävention.
Regierungs- bzw. Verwaltungsträger weisen darauf hin, dass traditionelle Respekt‑ und Autoritätsnormen schwächer ausgeprägt sind als früher, was Konflikte im schulischen Alltag begünstigt:
  • Respekt und ein kooperatives Sozialklima in Schulen soll als zentraler politischer und pädagogischer Auftrag gelten (NRW, Hessen). land.nrw
  • Es bestehen stärker als zuvor gesellschaftliche und schulische Herausforderungen, die Vermittlung und Implementierung von Respekts- und Autoritätsnormen vorzunehmen, oft verbunden mit Ablehnung und folgenden Konflikten und Gewalt (NRW: Studie und Programme; Wales-Bericht: Normalisierung von Disruption). land.nrw
  • Staatliche Programme und Leitlinien wollen aktiv gegen dysfunktionale Verhaltensnormen arbeiten und Respekt sowie demokratisches Miteinander fördern (NRW „MindOut“, Hessen „Gewaltprävention und Demokratie lernen“, UK Bericht zu Verhaltensmanagement). land.nrw      

Insgesamt zeigt die zeitliche Entwicklung, dass Gewalt an Schulen kein Störfall, sondern ein strukturelles, mehrjähriges Phänomen geworden ist – das durch gesellschaftliche Belastungsfaktoren, institutionelle Herausforderungen im Bildungssystem und veränderte soziale Normen beeinflusst wird.

Warum sind Radikalisierung, Extremisierung und Polarisierung als politisch-gesellschaftliche Handlungen und Daseinsbewusstsein 
potenzielle Schulstörer?


Allgemeiner Befund: Radikalisierung trifft Schule

Studien und pädagogische Praxis zeigen, dass politische Radikalisierung in unterschiedlichen ideologischen Ausprägungen in schulische Lebenswelten eindringen kann und dort Konflikte erzeugt, die pädagogische Prozesse, soziale Integration und demokratische Lernziele gefährden können. (politik-lernen.at)

Rechtsextremismus: Wirkungen in und um Schule


Rechtsextreme Einstellungen bei Schülerinnen und Schülern zeigen sich oft in rassistischen Beleidigungen, Symbolik (z. B. Hitlergruß) und Ausgrenzungsverhalten – empirisch beobachtet in mehreren Bundesländern. (DIE WELT)

Rechtsextreme Propaganda und Gruppierungen nutzen soziale Medien gezielt, um junge Menschen zu erreichen. Jugendlichen wird über algorithmische Echokammern ein vereinfachtes, extrem vereinheitlichtes Weltbild vermittelt, das demokratische Werte unterhöhlt. (DIE WELT)

Warum dies schulisch stört

Demokratievermittlung, Respekt und Vielfalt sind zentrale Schulziele – rechtsextreme Ideologie setzt Gegennormen (z. B. Ungleichheit, ethnischer Exklusion). Das erzeugt kognitive Dissonanz und Konflikte im Unterricht.

Rechtsextreme Einstellungen sind mit höherer Wahrscheinlichkeit verbunden mit Gruppenbildung, Außenseiteridentität und oppositionellem Verhalten, was soziale Kohäsion in Klassen stören kann.

Wichtiger Hinweis: Politische Selbstpositionierung „rechts“ ist nicht automatisch extremistisch – die Störung entsteht durch antidemokratische, gewaltlegitimierende Inhalte, nicht durch konservative Meinungen an sich. (bpb.de)

Linksextremismus: Wirkungen in und um Schule


Linksextreme Orientierung kann – anders als formaler Rechtsextremismus – in Schulkontexten oft als protestorientierte Haltung auftreten, etwa als starke Ablehnung staatlicher Institutionen oder kapitalistischer Strukturen. (schule.zdf.de)

Gewalttätige linksextreme Aktionen (z. B. bei G20-Protesten) haben historisch gezeigt, dass Teile der Bewegung auch Kontrolle von Ordnungskräften und bestehender Institutionen ablehnen. (schule.zdf.de)

Warum dies schulisch stört

Linksextreme Positionen können die Legitimität des staatlichen Bildungssystems selbst problematisieren, was zu gezielten Provokationen im Unterricht führt.

Kritisch-radikale Schüler können normative Bildungsziele (z. B. Akzeptanz pluraler Meinungen) als „Staatspropaganda“ ablehnen, was Lern- und Diskursklima belastet.

Wichtiger Hinweis: Auch die politische Selbstpositionierung „links“ ist nicht automatisch extremistisch – die Störung entsteht durch antidemokratische, gewaltlegitimierende Inhalte, nicht durch klassische z.B. sozialdemokratische Meinungen an sich. (bpb.de)

Religiös begründete Radikalisierung (z. B. islamistische Strömungen): Wirkungen in und um Schulen

Es gibt dokumentierte Vorfälle, in denen extremistische Glaubensansprüche (z. B. strenge Scharia-Regeln im Schulalltag) zu Konflikten mit schulischen Regeln und demokratischen Werten geführt haben. (BILD)

Wissenschaftliche Einschätzung

Religiös begründeter Extremismus kann Formen von Autoritätskonflikt, Normenkollision und Ausgrenzung erzeugen, die nicht nur Belange der Religion betreffen, sondern pädagogische Grundprinzipien infrage stellen. Pädagogische Materialien der Bundeszentrale für politische Bildung thematisieren dies als ernstzunehmende Herausforderung. (bpb.de)


Populismus (breiter als Extremismus): Wirkungen in und um Schule


Populistische Haltungen – etwa „alles gegen die Eliten“ oder „wir gegen die Anderen“ – können im Schulkontext ebenfalls Konflikte erzeugen, auch wenn sie formal nicht extrem sind. Populismus wirkt über:
  • Vereinfachung komplexer Fragen
  • Feindbildformulierung
  • Reduktion demokratischer Institutionen auf „korrupt/unkompetent“
Solche Haltungen führen in Klassen oft zu Blockaden im Diskurs, Polarisierung und Konflikten zwischen Schülergruppen, was Lernprozesse erschwert. Populistische mit radikalen Inhalten gemischte Weltanschauungen sind im wahrsten Sinne des Wortes Diskussionszerstörer.


Psychologische Wirkmechanismen hinter Radikalisierung


Unabhängig von der Richtung zeigen Studien, dass ideologisch radikalisierte Jugendliche häufig erleben:
  • Soziale Isolation
  • Identitätskonflikte
  • Gefühl politischer Ohnmacht
  • Emotionale Mobilisierung über Angst/Feindbilder
Diese Faktoren stehen in Verbindung mit schlechteren sozialen Beziehungen, geringerer politischer Toleranz und erhöhter Gewaltbereitschaft, die sich auch im schulischen Kontext manifestieren können. (plus62.isha.or.id  Wissenschaftliche Ergebnisse aus Indonesien)

Schule als besonderer Ort der Störanfälligkeit

Risikofaktoren

Schule wird dann besonders störanfällig, wenn:
  • Demokratieverständnis fehlt
  • Umgang mit Konflikten nicht gelehrt wird
  • Soziale Ungleichheit und Ausgrenzung erlebt wird

Schutzfaktoren (basierend auf empirischer Forschung)

Eine Studie zur Messung von Resilienz gegen Radikalisierung an Schulen zeigt:

Ein egalitärer Schulrahmen, der Gleichberechtigung und faire Partizipation stärkt, verringert radikale Tendenzen. (PubMed)

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Was extremistische Haltungen im Schulkontext bewirken können


Politische AusrichtungTypische Störwirkung im SchulalltagBelege
RechtsextremismusRassistische Sprache, Symbolik, Ablehnung demokratischer Vielfalt(DIE WELT)
LinksextremismusAblehnung staatlicher Ordnung, Protestlogik im Klassenzimmer(schule.zdf.de)
Religiös  extremistischNormenkollision zwischen Glaubensregeln und Schulregeln(bpb.de)
Populismus allgemeinPolarisierung, Vereinfachung, Diskursblockadenimplizit durch pädagogische Beobachtungen

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Trump kann es auch und besser (als Putin): In 24 Stunden wird das Präsidentenehepaar festgenommen und in die USA gebracht

Maduro ai / Gemeinfrei



Laut US-Angaben führten amerikanische Streitkräfte Luftangriffe auf Caracas und strategische militärische Punkte in Venezuela durch. Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau wurden gefangen genommen und außer Landes gebracht, nach US-Darstellung zur Strafverfolgung in die USA, was ja mittlerweile bestätigt ist. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez fordert sofortige Freilassung und kündigt Verteidigungsmaßnahmen an.
Die Internationalen Reaktionen sind gespalten. Einige Staaten verurteilen, andere zeigen vorsichtige Zustimmung. Die UN und der IGH (Internationale Gerichtshof) beobachten die Lage, praktische Durchsetzungsmöglichkeiten sind jedoch begrenzt. Wieder einmal klar wird die Fehlkonstruktion des UN- und Sicherheitsrat-Gremiums!

Völkerrechtlich gilt, dass Luftangriffe und Festnahme eines amtierenden Staatsoberhaupts ohne Mandat und ohne Selbstverteidigungsgrundlage illegal sind
(Artikel 2 Absatz 4 UN-Charta; Immunität von Staatsoberhäuptern).

Welche Internationale Reaktionen sind möglich?

Im Sicherheitsrat wären Dringlichkeitssitzungen möglich, aber sie sind blockierbar durch Vetomächte (---> USA!!!). Die Generalversammlung könnte Resolutionen verabschieden (normative Wirkung, keine direkte Durchsetzung). Der IGH / ICC in Den Haag hat symbolische Möglichkeiten, aber die USA sind ja kein Vertragsstaat, also ist die Zuständigkeit begrenzt.
Lateinamerikanische Staaten lehnen die US-Aktion zumeist ab, wobei es Ausnahmen gibt (nur kleine Staaten oder regierungsfreundliche Exilgruppen).
Als globale Wirkung muss man mit regionaler Destabilisierung kalkulieren, ferner mit Protesten, Flüchtlingsbewegungen und humanitäre Folgen.
Deutschland und Frankreich appellieren für ein politische Lösung, die Einhaltung des Völkerrechts.

Russland – Analyse der Reaktion

Russland sieht Venezuela als strategischen Verbündeten in Lateinamerika, was nicht gerade konfliktmindernd ist. Die Konfrontation mit den USA ist dennoch eher symbolisch, schließlich bastelt Trump an einer Kapitulation der Ukraine, auch wenn das eher nicht zum Tragen kommt. Der Protest kann/soll  als Machtzeichen an die Welt interpretiert werden. Das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation mit den USA ist zu hoch. Fände sie statt, könnte Russland überfordert sein.

Russische Medien porträtieren Maduro als legitimen Präsidenten, US-Angriff als Aggression. Die Studiostrategen trumpfen auf statt eine Militäraktion zu empfehlen: „US-Verstoß ist gegen das Völkerrecht.“ Das mobilisiert internationale Sympathie und die eigene Bevölkerung, da sie wieder einmal "gerechte" Worte aus dem oft verlogenen Moskau hört.

Die juristische Argumentation steht:

Bezug auf UN-Charta: Art. 2.4 = Aggression
Effektive Kontrolle des Präsidenten über Staatsgebiet = Legitim
Extraterritoriale Strafverfolgung = Illegal

Als Handlungsspielräume bieten sich die Diplomatie in den Gremien der UN an, mit Resolutionen, wirtschaftliche Sanktionen wie Angriffe auf Energie, Handel und weitere Gegenmaßnahmen. Militärisch bleibt die symbolische Präsenz, Beratung, ohne direkte Intervention.

Vergleich zur Ukraine

Russland hat selbst in der Ukraine militärische Aktionen ohne völkerrechtliche Legitimation gestartet, ein Anspruch auf Schutz der dort lebenden Russen (wir haben 300.000 in Deutschland!) bzw. eigene strategische Interessen wurde als Rechtfertigung genutzt. Der Unterschied zu Venezuela: USA setzen erfolgreich Gewalt gegen einen fremden Präsidenten ein, Russland war bisher mehr oder weniger Eroberer in der Ukraine, diese Bewegung steckt nun in einem langwierigen Konflikt fest.

Wir ziehen die Lehre

Aggressionen großer Mächte gegen andere Staaten sind juristisch illegal, werden aber durch faktische Macht und mediale Narrative normalisiert und entschärft. Das alltägliche Verbrechen - was durchaus auf der Straße nachvollzogen wird.

Wertung

Die US-Aktion ist klar illegal.
Russland hat juristisch Recht: Verletzung der Souveränität und persönlichen Immunität des Präsidenten. Aber da es in eigenen Sachen blind ist, zählt das nicht.

Internationale Institutionen können dokumentieren, aber praktisch wenig erzwingen. US-Aktion zeigt Macht, provoziert aber langfristige Instabilität. 
Russland muss reagieren, kann militärisch kaum eingreifen.
Globale Signale: Aggression gegen souveräne Staaten kann kurzfristig erfolgreich sein, langfristig aber das internationale System destabilisieren. Je nach Täter finden unterschiedliche Anklagen statt.

Mediale Wirkung

Dramatisierung („Maduro gefangen vor der Kamera") erzeugt öffentliche Akzeptanz.
Symbolische Parallelität zur Ukraine lehrt Drittstaaten, dass illegale Aggression faktisch erfolgreich sein kann. Nachvollzug durchaus machbar ... Das Recht bleibt sekundär.

Fazit

Historische Parallelen zur Ukraine verdeutlichen, dass Großmächte die Regeln oft nach eigenen und Machtinteressen interpretieren, ignorieren, verschieben, während die juristische Ordnung und die Medienwelt versuchen, rechtliche Normen sichtbar zu machen, die letztendlich real zu kurz kommen.

Freitag, 2. Januar 2026

C - TRENDS - Schulische Misserfolge - Radikalisierung - Drogen - Straf- und Gewalttaten an deutschen Schulen (Teil C)

Foto: KI, gemeinfrei



Hier eine zusammengefasste statistische Auswertung nach Bundesländern, in denen im Jahr 2024 die meisten Gewalttaten an Schulen registriert wurden, gefolgt von einem analytischen Überblick, der auf Formen der Taten, Täter und Betroffene eingeht — basierend auf den jüngsten Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) und Landesdaten.









Tabelle: Straftaten und Gewalttaten an Schulen nach besonders betroffenen Bundesländern (2024)

Bundesland Gewalttaten an Schulen (2024) Trend 2022–2024 (%) Anmerkungen
Nordrhein-Westfalen 4.521* +52,1 % Hohe absolute Fallzahlen. Quelle
Bayern 3.030 +36,0 % Zweithöchste Zahl. Quelle
Niedersachsen 3.328 +45,0 % Deutlicher Anstieg. Quelle
Berlin 2.746 +17,2 % Hauptstadtwerte. Quelle
Hessen 2.359 +39,9 % Starker Zuwachs. Quelle
Baden-Württemberg 2.545 +13,5 % Südwesttrend. Quelle
Hamburg 1.114 +24,2 % Großstadtanstieg. Quelle
Brandenburg 1.583 +60,9 % Sehr hoher Zuwachs. Quelle

Hinweis: Daten basieren auf der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), Tatörtlichkeit Schule.



Analyse: Gewalt an Schulen – Formen, Akteure, Betroffene

Formen der Gewalttaten

Die Gewalt an Schulen umfasst mehrere Deliktformen, die sowohl im statistischen als auch im schulischen Alltag relevant sind:

  • Körperliche Gewalt: Schläge, Tritte, Stöße, Rangeleien, einfache Körperverletzungen – häufige Erscheinungsformen, die den größten Anteil der Gewalttaten ausmachen. Deutsches Schulportal

  • Gefährliche Körperverletzung: Straftaten mit erhöhtem Gefährdungspotenzial (u. a. Messerangriffe) – im Schulkontext zwar seltener, aber mit hoher gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Focus

  • Psychische Gewalt & Bedrohung: Drohungen, Einschüchterung, Beleidigungen, verbale Aggression – oft nicht erstattete Vorfälle, aber schulischer Alltag laut Lehrer-Umfragen. Deutschlandfunk

  • Sachbeschädigung & Störungen: Vandalismus oder gezielte Störungen des Schulbetriebs stehen häufig am Anfang eskalierender Konflikte. Deutscher Bundestag

Dienstag, 30. Dezember 2025

B - mit TABELLE - Schulische Misserfolge - Radikalisierung - Drogen - Straf- und Gewalttaten an deutschen Schulen

KI


Regelmäßige Meldungen
 zeigen, dass die Probleme, über die derzeit viel in Ludwigshafen berichtet wird, nicht ausschließlich dort auftreten, sondern auch an anderen Realschulen plus bzw. vergleichbaren Schulen ähnliche Dynamiken sichtbar werden. Dabei reichen die Beobachtungen von Gewalt- und Disziplinproblemen bis zu ernsthaften Alarmrufen von Lehrkräften:

Realschule Plus in Bad Kreuznach

  • Lehrkräfte dort haben ebenfalls Alarm geschlagen, weil es im Schulalltag wiederholt zu massiven Störungen, respektlosem und teilweise gefährlichem Verhalten von Schülern kommt.

  • In einem Schreiben an das Bildungsministerium wird betont, dass eine angstfreie Lernumgebung derzeit nicht gewährleistet sei und viele Lehrkräfte überfordert seien.

  • Unter anderem wird auf Probleme wie unzureichende Anwesenheiten, Störungen und Unterrichtsausfälle verwiesen, und es werden Forderungen nach kleineren Klassen und mehr Unterstützung laut. rockland.de


Ernst-Reuter-Realschule Plus (Nähe Ludwigshafen)

  • Lehrkräfte dort schildern Bedrohungen, Beleidigungen und Gewalt im Schulalltag, darunter auch rassistische, rechtsextreme oder antisemitische Äußerungen, die zu Konflikten und Eskalationen führen sollen.

  • In dem Bericht wird erwähnt, dass auch Eltern gegenüber Lehrkräften zunehmend aggressiv auftreten und die Autorität der Schule untergraben wird. 17:30 Live Rheinland Pfalz/Hessen


Übergreifender Trend – Gewalt und Disziplinprobleme an Schulen

Auch jenseits einzelner Realschulen plus zeigen Studien und Umfragen, dass:

  • fast jede zweite Lehrkraft angibt, Gewalt oder Gewaltandrohungen an ihrer Schule zu beobachten – und dieses Phänomen besonders an sozial herausfordernden Standorten vorkommt.

  • Haupt-, Real- und Gesamtschulen überdurchschnittlich oft von solchen Konflikten betroffen sind. Robert Bosch Stiftung

Andere Schulformen

Nicht immer ist die Schulform Realschule plus betroffen, es gibt auch Berichte von Lehrkräften oder Eltern in anderen Schularten.  Im Vordergrund stehen schwierige Zustände im Schulbetrieb. Solche Fälle tauchen überall in Deutschland auf. euronews

Was bedeutet das?

Die aktuellen Fälle deuten auf ein verbreitetes Muster hin, bei dem Lehrkräfte an bestimmten Schulen:

  • über steigende Gewaltbereitschaft und Aggressivität berichten,

  • sich überfordert und nicht ausreichend unterstützt fühlen,

  • und zunehmend Alarm schlagen – z. B. über Hilfeschreiben oder öffentliche Briefe.

Diese Entwicklungen stehen in Zusammenhang mit breiteren gesellschaftlichen und schulischen Herausforderungen, etwa heterogene Klassen, Personalmangel, fehlende Ressourcen für Förderung und Prävention, und den Alltagserfahrungen vieler Lehrkräfte über Gewalt und DisziplinproblemeRobert Bosch Stiftung


Überblick über die Entwicklungen in anderen Bundesländern (Saarland, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg, NRW)
 

Saarland – dokumentierte Gewaltvorfälle an Schulen

Zwischen 2014 und 2023 stieg die Zahl der Gewaltdelikte an Schulen von 244 auf 957 Fälle – also fast vervierfacht.
Auch Einsätze von Schuss- oder Stichwaffen im Schulumfeld wurden häufiger (von 7 auf 29 Fälle).
Diese Zahlen beziehen sich auf polizeiliche Erfassungen und zeigen, dass Gewalt auch im Saarland kein seltenes Phänomen ist. (Polizeiliche Kriminalstatistik / Saar-Landtag)

Das sind keine Einzelfallberichte einzelner Schulen, sondern statistische, offizielle Erhebungen, die verdeutlichen, dass Gewalt im Umfeld von Schulen im Saarland messbar gestiegen ist. Darüber hinaus lassen sich in ganz Deutschland „Hochburgen“ oder besonders betroffene Regionen erkennen, wo an Schulen überdurchschnittlich viele Gewaltdelikte oder Konflikte registriert werden. Das bedeutet nicht, dass dort an jeder Schule Gewalt herrscht – aber die Statistik und Polizeizahlen zeigen dort häufiger Vorfälle als andernorts. 

Berlin – mehrere Stadtbezirke mit vielen Fällen


Laut Berliner Polizei gab es an Schulen im Jahr 2024 insgesamt über 6.700 registrierte Straftaten im Schulkontext, darunter viele Körperverletzungen, Diebstähle und Sachbeschädigungen.
Besonders betroffen waren die Bezirke:
  • Neukölln
  • Marzahn-Hellersdorf
  • Mitte
Diese Bezirke liegen deutlich über dem Berliner Durchschnitt, während Bezirke wie Steglitz-Zehlendorf oder Treptow-Köpenick weniger Fälle aufwiesen.

Städtevergleich


Stadt/BundeslandKonkrete Fälle / HinweiseArt der Vorfälle
Hamburg219 Gewaltfälle, Waffenandrohung durch SchülerKörperverletzung, Raub, Übergriffe
Berlin283 Fälle aggressiver Vorfälle gegen Lehrkräfte, Mobbing-SkandalBeleidigung, Drohungen, Diskriminierung
München/Bayern1.674 registrierte Gewaltdelikte an Schulen (2022)Leichte Körperverletzung, physische Übergriffe

Nordrhein-Westfalen – extrem viele Straftaten an Schulen

NRW ist insgesamt ein „Hotspot“ in Deutschland: Im Jahr 2024 wurden dort fast 25.000 Straftaten im schulischen Umfeld registriert, die Polizei rückte allein bis September 2025 schon 242-mal wegen Gewalt an Schulen aus. (VBE-NRW, PHV-NRW, Schulumfragen)
NRW hat oft die höchsten absoluten Fallzahlen bundesweit – allein deshalb, weil es das bevölkerungsreichste Bundesland ist. Aber auch im Verhältnis zu anderen Bundesländern ist der Anteil der Gewaltfälle sehr hoch.

Bayern – erstaunlich viele Gewaltdelikte an Schulen 

Die Polizeistatistik zeigt für das Schuljahr 2023/24:

rund 3.000 Gewaltdelikte an Schulen registriert.

Das ist ein signifikanter Anstieg gegenüber den Vorjahren und deutlich über vielen anderen Bundesländern. Auch in Großstädten wie München gibt es ernstzunehmende Vorfälle – wenngleich sie seltener medienwirksam sind als z. B. in Berlin oder NRW.

Hessen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg – ebenfalls überdurchschnittlich

Laut bundesweiter Kriminalstatistik zeigen diese Bundesländer ebenfalls deutliche Anstiege bei Gewaltfällen an Schulen:

  • Hessen: mehr als 2.000 Gewaltdelikte
  • Baden-Württemberg: fast 3.000 Fälle
  • Brandenburg: spürbarer Zuwachs
  • Niedersachsen: ebenfalls sehr hohe Fallzahlen

Hinweis: Diese Zahlen beziehen sich auf offizielle polizeiliche Erfassungen, die unterschiedliche Delikte zusammenfassen (von Beleidigungen bis zu Körperverletzungen). Sie zeigen jedoch klare regionale Schwerpunkte.

Bundesweite und gewerkschaftliche Reaktionen

Unabhängig von einzelnen Ländern bringen Lehrer- und Bildungsgewerkschaften sowie Studien ein Gesamtbild des Problems auf die politische Agenda:

  • GEW und VBE fordern häufig mehr Personal, psychosoziale Unterstützung, kleinere Klassen und bessere Ressourcen für Prävention statt punktuelle Einzelmaßnahmen. GEW - Die Bildungsgewerkschaft

  • Nationale Befragungen zeigen, dass im ganzen Land nahezu jede zweite Lehrkraft Gewaltprobleme an ihrer Schule beobachtet, besonders an Realschulen und vergleichbaren Schulformen. Deutsches Schulportal


Was zeigt das Gesamtbild?

In allen betrachteten Bundesländern wird das Thema Gewalt und schwieriges Verhalten im Schulalltag ernst genommen — meist mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten:

  • im Saarland mit parlamentarischen Entschließungen,
  • in Hessen mit Leitfäden und Fallzahlen,
  • in Baden-Württemberg mit gewerkschaftlicher Kritik an politischen Vorschlägen,
  • in NRW mit konkreten Orientierungshilfen für Lehrkräfte.

Bundesweit fordern Verbände und Gewerkschaften vor allem mehr strukturelle Unterstützung, zusätzliche Fachkräfte im sozialen Bereich, Präventionsprogramme und Entlastung für Lehrkräfte, statt punktuelle Maßnahmen oder Einzelleitfäden.


Tabelle: Straftaten vs. Gewalttaten an Schulen in Deutschland (2024)

KategorieAnzahl 2024 (bundesweit)Anmerkung / Quelle
Straftaten an Schulen insgesamt94.318Erfasste Straftaten mit der „Tatörtlichkeit Schule“ – inkl. Diebstahl, Vandalismus, Bedrohung, Gewaltkriminalität etc. Deutscher Bundestag
Davon Gewalttaten an Schulen7.243 (schwerere Gewaltkriminalität)Teilmenge der Straftaten, umfasst Körperverletzung u.ä. Deutscher Bundestag
Schätzungen inkl. leichter Körperverletzungen35.570 GewaltdelikteZählt auch einfache Körperverletzung, Spucken, Schläge, Tritte etc. – ca. 97 pro Tag Focus
Messerangriffe an Schulen743Messerstraftaten an Schulen im Berichtsjahr Focus

Hinweis zur Methodik: Die offiziellen Zahlen unterscheiden sich je nach Definition:
• „Straftaten insgesamt“ umfasst alle Delikte (Diebstahl, Sachbeschädigung, Bedrohung, Gewalt).
• „Gewalttaten“ hier als Teilmenge schwererer Gewaltkriminalität.
• Weitere Schätzungen der tatsächlichen Gewalt (inkl. einfacher Körperverletzung) liegen deutlich höher. Deutscher Bundestag+1


Wer sind die Täter?
  • Täter sind überwiegend Schüler oder schulbezogene Jugendliche.

  • Daten zeigen, dass ein Teil der Tatverdächtigen logischerweise auch nicht-deutsche Staatsangehörige sind (ca. 40 % der genannten Personen in einer statistischen Auswertung), wobei diese Zahl durch unterschiedliche Klassifizierungsregeln verzerrt sein kann (z. B. bei Doppelstaatlern). Education System News

  • Es gibt nur wenig Zahlen, aber Tendenzen, welche Nationalitäten wo auffallen, und das waren Syrier und Afghanen an der Spitze der Gruppen mit ausländischen Pässen.

Die Betroffenen
  • Schüler sind am häufigsten betroffen – körperlich, verbal und psychisch.

  • Lehrkräfte und Schulpersonal erleben zunehmend direkte Aggressionen (Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigung, Körperkontakt). Reddit

  • Nicht unmittelbar am Unterricht Beteiligte (z. B. Eltern, Passanten) erscheinen seltener, aber in einzelnen Fällen (Drohungen, Störungen) ebenfalls als Beteiligte. DIE WELT

Verletzungszahlen

  • Genau differenzierte Bundeszahlen zu Verletzungen (z. B. schwere Verletzungen vs. leichte Verletzungen) werden von der Bundespolizei bzw. Innenministerium nicht regelmäßig separat veröffentlicht.

  • Schätzungen zeigen aber, dass ein Großteil der physisch erfassten Gewalt einfache Körperverletzung oder leichte Verletzungen sind.