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Dienstag, 30. Dezember 2025

B - mit TABELLE - Schulische Misserfolge - Radikalisierung - Drogen - Straf- und Gewalttaten an deutschen Schulen

KI


Regelmäßige Meldungen
 zeigen, dass die Probleme, über die derzeit viel in Ludwigshafen berichtet wird, nicht ausschließlich dort auftreten, sondern auch an anderen Realschulen plus bzw. vergleichbaren Schulen ähnliche Dynamiken sichtbar werden. Dabei reichen die Beobachtungen von Gewalt- und Disziplinproblemen bis zu ernsthaften Alarmrufen von Lehrkräften:

Realschule Plus in Bad Kreuznach

  • Lehrkräfte dort haben ebenfalls Alarm geschlagen, weil es im Schulalltag wiederholt zu massiven Störungen, respektlosem und teilweise gefährlichem Verhalten von Schülern kommt.

  • In einem Schreiben an das Bildungsministerium wird betont, dass eine angstfreie Lernumgebung derzeit nicht gewährleistet sei und viele Lehrkräfte überfordert seien.

  • Unter anderem wird auf Probleme wie unzureichende Anwesenheiten, Störungen und Unterrichtsausfälle verwiesen, und es werden Forderungen nach kleineren Klassen und mehr Unterstützung laut. rockland.de


Ernst-Reuter-Realschule Plus (Nähe Ludwigshafen)

  • Lehrkräfte dort schildern Bedrohungen, Beleidigungen und Gewalt im Schulalltag, darunter auch rassistische, rechtsextreme oder antisemitische Äußerungen, die zu Konflikten und Eskalationen führen sollen.

  • In dem Bericht wird erwähnt, dass auch Eltern gegenüber Lehrkräften zunehmend aggressiv auftreten und die Autorität der Schule untergraben wird. 17:30 Live Rheinland Pfalz/Hessen


Übergreifender Trend – Gewalt und Disziplinprobleme an Schulen

Auch jenseits einzelner Realschulen plus zeigen Studien und Umfragen, dass:

  • fast jede zweite Lehrkraft angibt, Gewalt oder Gewaltandrohungen an ihrer Schule zu beobachten – und dieses Phänomen besonders an sozial herausfordernden Standorten vorkommt.

  • Haupt-, Real- und Gesamtschulen überdurchschnittlich oft von solchen Konflikten betroffen sind. Robert Bosch Stiftung

Andere Schulformen

Nicht immer ist die Schulform Realschule plus betroffen, es gibt auch Berichte von Lehrkräften oder Eltern in anderen Schularten.  Im Vordergrund stehen schwierige Zustände im Schulbetrieb. Solche Fälle tauchen überall in Deutschland auf. euronews

Was bedeutet das?

Die aktuellen Fälle deuten auf ein verbreitetes Muster hin, bei dem Lehrkräfte an bestimmten Schulen:

  • über steigende Gewaltbereitschaft und Aggressivität berichten,

  • sich überfordert und nicht ausreichend unterstützt fühlen,

  • und zunehmend Alarm schlagen – z. B. über Hilfeschreiben oder öffentliche Briefe.

Diese Entwicklungen stehen in Zusammenhang mit breiteren gesellschaftlichen und schulischen Herausforderungen, etwa heterogene Klassen, Personalmangel, fehlende Ressourcen für Förderung und Prävention, und den Alltagserfahrungen vieler Lehrkräfte über Gewalt und DisziplinproblemeRobert Bosch Stiftung


Überblick über die Entwicklungen in anderen Bundesländern (Saarland, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg, NRW)
 

Saarland – dokumentierte Gewaltvorfälle an Schulen

Zwischen 2014 und 2023 stieg die Zahl der Gewaltdelikte an Schulen von 244 auf 957 Fälle – also fast vervierfacht.
Auch Einsätze von Schuss- oder Stichwaffen im Schulumfeld wurden häufiger (von 7 auf 29 Fälle).
Diese Zahlen beziehen sich auf polizeiliche Erfassungen und zeigen, dass Gewalt auch im Saarland kein seltenes Phänomen ist. (Polizeiliche Kriminalstatistik / Saar-Landtag)

Das sind keine Einzelfallberichte einzelner Schulen, sondern statistische, offizielle Erhebungen, die verdeutlichen, dass Gewalt im Umfeld von Schulen im Saarland messbar gestiegen ist. Darüber hinaus lassen sich in ganz Deutschland „Hochburgen“ oder besonders betroffene Regionen erkennen, wo an Schulen überdurchschnittlich viele Gewaltdelikte oder Konflikte registriert werden. Das bedeutet nicht, dass dort an jeder Schule Gewalt herrscht – aber die Statistik und Polizeizahlen zeigen dort häufiger Vorfälle als andernorts. 

Berlin – mehrere Stadtbezirke mit vielen Fällen


Laut Berliner Polizei gab es an Schulen im Jahr 2024 insgesamt über 6.700 registrierte Straftaten im Schulkontext, darunter viele Körperverletzungen, Diebstähle und Sachbeschädigungen.
Besonders betroffen waren die Bezirke:
  • Neukölln
  • Marzahn-Hellersdorf
  • Mitte
Diese Bezirke liegen deutlich über dem Berliner Durchschnitt, während Bezirke wie Steglitz-Zehlendorf oder Treptow-Köpenick weniger Fälle aufwiesen.

Städtevergleich


Stadt/BundeslandKonkrete Fälle / HinweiseArt der Vorfälle
Hamburg219 Gewaltfälle, Waffenandrohung durch SchülerKörperverletzung, Raub, Übergriffe
Berlin283 Fälle aggressiver Vorfälle gegen Lehrkräfte, Mobbing-SkandalBeleidigung, Drohungen, Diskriminierung
München/Bayern1.674 registrierte Gewaltdelikte an Schulen (2022)Leichte Körperverletzung, physische Übergriffe

Nordrhein-Westfalen – extrem viele Straftaten an Schulen

NRW ist insgesamt ein „Hotspot“ in Deutschland: Im Jahr 2024 wurden dort fast 25.000 Straftaten im schulischen Umfeld registriert, die Polizei rückte allein bis September 2025 schon 242-mal wegen Gewalt an Schulen aus. (VBE-NRW, PHV-NRW, Schulumfragen)
NRW hat oft die höchsten absoluten Fallzahlen bundesweit – allein deshalb, weil es das bevölkerungsreichste Bundesland ist. Aber auch im Verhältnis zu anderen Bundesländern ist der Anteil der Gewaltfälle sehr hoch.

Bayern – erstaunlich viele Gewaltdelikte an Schulen 

Die Polizeistatistik zeigt für das Schuljahr 2023/24:

rund 3.000 Gewaltdelikte an Schulen registriert.

Das ist ein signifikanter Anstieg gegenüber den Vorjahren und deutlich über vielen anderen Bundesländern. Auch in Großstädten wie München gibt es ernstzunehmende Vorfälle – wenngleich sie seltener medienwirksam sind als z. B. in Berlin oder NRW.

Hessen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg – ebenfalls überdurchschnittlich

Laut bundesweiter Kriminalstatistik zeigen diese Bundesländer ebenfalls deutliche Anstiege bei Gewaltfällen an Schulen:

  • Hessen: mehr als 2.000 Gewaltdelikte
  • Baden-Württemberg: fast 3.000 Fälle
  • Brandenburg: spürbarer Zuwachs
  • Niedersachsen: ebenfalls sehr hohe Fallzahlen

Hinweis: Diese Zahlen beziehen sich auf offizielle polizeiliche Erfassungen, die unterschiedliche Delikte zusammenfassen (von Beleidigungen bis zu Körperverletzungen). Sie zeigen jedoch klare regionale Schwerpunkte.

Bundesweite und gewerkschaftliche Reaktionen

Unabhängig von einzelnen Ländern bringen Lehrer- und Bildungsgewerkschaften sowie Studien ein Gesamtbild des Problems auf die politische Agenda:

  • GEW und VBE fordern häufig mehr Personal, psychosoziale Unterstützung, kleinere Klassen und bessere Ressourcen für Prävention statt punktuelle Einzelmaßnahmen. GEW - Die Bildungsgewerkschaft

  • Nationale Befragungen zeigen, dass im ganzen Land nahezu jede zweite Lehrkraft Gewaltprobleme an ihrer Schule beobachtet, besonders an Realschulen und vergleichbaren Schulformen. Deutsches Schulportal


Was zeigt das Gesamtbild?

In allen betrachteten Bundesländern wird das Thema Gewalt und schwieriges Verhalten im Schulalltag ernst genommen — meist mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten:

  • im Saarland mit parlamentarischen Entschließungen,
  • in Hessen mit Leitfäden und Fallzahlen,
  • in Baden-Württemberg mit gewerkschaftlicher Kritik an politischen Vorschlägen,
  • in NRW mit konkreten Orientierungshilfen für Lehrkräfte.

Bundesweit fordern Verbände und Gewerkschaften vor allem mehr strukturelle Unterstützung, zusätzliche Fachkräfte im sozialen Bereich, Präventionsprogramme und Entlastung für Lehrkräfte, statt punktuelle Maßnahmen oder Einzelleitfäden.


Tabelle: Straftaten vs. Gewalttaten an Schulen in Deutschland (2024)

KategorieAnzahl 2024 (bundesweit)Anmerkung / Quelle
Straftaten an Schulen insgesamt94.318Erfasste Straftaten mit der „Tatörtlichkeit Schule“ – inkl. Diebstahl, Vandalismus, Bedrohung, Gewaltkriminalität etc. Deutscher Bundestag
Davon Gewalttaten an Schulen7.243 (schwerere Gewaltkriminalität)Teilmenge der Straftaten, umfasst Körperverletzung u.ä. Deutscher Bundestag
Schätzungen inkl. leichter Körperverletzungen35.570 GewaltdelikteZählt auch einfache Körperverletzung, Spucken, Schläge, Tritte etc. – ca. 97 pro Tag Focus
Messerangriffe an Schulen743Messerstraftaten an Schulen im Berichtsjahr Focus

Hinweis zur Methodik: Die offiziellen Zahlen unterscheiden sich je nach Definition:
• „Straftaten insgesamt“ umfasst alle Delikte (Diebstahl, Sachbeschädigung, Bedrohung, Gewalt).
• „Gewalttaten“ hier als Teilmenge schwererer Gewaltkriminalität.
• Weitere Schätzungen der tatsächlichen Gewalt (inkl. einfacher Körperverletzung) liegen deutlich höher. Deutscher Bundestag+1


Wer sind die Täter?
  • Täter sind überwiegend Schüler oder schulbezogene Jugendliche.

  • Daten zeigen, dass ein Teil der Tatverdächtigen logischerweise auch nicht-deutsche Staatsangehörige sind (ca. 40 % der genannten Personen in einer statistischen Auswertung), wobei diese Zahl durch unterschiedliche Klassifizierungsregeln verzerrt sein kann (z. B. bei Doppelstaatlern). Education System News

  • Es gibt nur wenig Zahlen, aber Tendenzen, welche Nationalitäten wo auffallen, und das waren Syrier und Afghanen an der Spitze der Gruppen mit ausländischen Pässen.

Die Betroffenen
  • Schüler sind am häufigsten betroffen – körperlich, verbal und psychisch.

  • Lehrkräfte und Schulpersonal erleben zunehmend direkte Aggressionen (Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigung, Körperkontakt). Reddit

  • Nicht unmittelbar am Unterricht Beteiligte (z. B. Eltern, Passanten) erscheinen seltener, aber in einzelnen Fällen (Drohungen, Störungen) ebenfalls als Beteiligte. DIE WELT

Verletzungszahlen

  • Genau differenzierte Bundeszahlen zu Verletzungen (z. B. schwere Verletzungen vs. leichte Verletzungen) werden von der Bundespolizei bzw. Innenministerium nicht regelmäßig separat veröffentlicht.

  • Schätzungen zeigen aber, dass ein Großteil der physisch erfassten Gewalt einfache Körperverletzung oder leichte Verletzungen sind.

Sonntag, 28. Dezember 2025

A - BEISPIEL - Ludwigshafen a.Rh. Schulische Misserfolge - Radikalisierung - Drogen - Straf- und Gewalttaten an deutschen Schulen

Schulen seit Jahren nicht mehr wiederzuerkennen

Stefan Vieregg KI

Die angespannte Lage bei den Realschulen plus in Ludwigshafen, insbesondere an der Karolina-Burger-Realschule plus, hat in den letzten Wochen und Monaten für erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit und Debatten gesorgt. Die Gründe sind vielschichtig und betreffen sowohl Schulalltag und Sicherheit als auch strukturelle Herausforderungen des Schulsystems.

Gewalt, Sicherheitsprobleme und dramatische Zustände

  • Lehrkräfte an der Karolina-Burger-Realschule plus berichten von massiven Gewaltvorfällen, Bedrohungen und Übergriffen im Schulalltag. In einem Brandbrief schilderte das Kollegium Zustände „voller Gewalt, Angst und Überforderung“, bei denen alltäglicher Unterricht kaum noch möglich sei – z. B. Beleidigungen, körperliche Angriffe und ritualisierte Eskalationen im Schulbetrieb. News4teachers

  • Auch konkrete Vorfälle wie Messerbedrohungen gegen Lehrkräfte, Amokalarm-Situationen und zahlreiche Polizeieinsätze haben die Lage weiter zugespitzt. Focus

  • Diese Probleme führten dazu, dass der rheinland-pfälzische Bildungsminister öffentlich bestätigte, die Situation sei „nicht kurzfristig zu lösen“ und verwies auf jahrelang aufgelaufene Herausforderungen. DIE WELT

Strukturelle Herausforderungen des Schultyps

  • Realschulen plus sind in Rheinland-Pfalz ein Schultyp, der Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Leistungs- und Unterstützungsbedarfen gemeinsam unterrichtet. Diese hohe Heterogenität, von leistungsstarken bis hin zu stark förderbedürftigen Jugendlichen mit erheblichen Sprach- oder Sozialdefiziten, macht den pädagogischen Alltag besonders anspruchsvoll. cdu-lu.de

  • Kritiker – darunter lokale Politiker und Lehrkräfte – sehen in dieser Durchmischung und dem Mangel an ausreichender individueller Förderung eine Überforderung der Lehrkräfte, insbesondere ohne ausreichende personelle, bauliche oder pädagogische Unterstützung. cdu-lu.de

Reaktionen aus Politik und Öffentlichkeit

  • Die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Schneid bezeichnete die Zustände als „erschütternd“ und fordert mehr Schutz, Ressourcen und klare Maßnahmen, damit Schulen kein „rechtsfreier Raum“ sind und Lehrkräfte sicher arbeiten können. cdu-lu.de

  • Landespolitisch wurde der Fall auch im Bildungsausschuss diskutiert, und das Ministerium kündigte Unterstützungs- und Präventionsmaßnahmen an. DIE WELT

Hintergrund: Demografische und soziale Faktoren

  • Bereits in früheren Schulentwicklungsplanungen wurde festgestellt, dass die Realschulen plus in Ludwigshafen wachsen und teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Ludwigshafen

  • In Teilen der Stadt ist zudem der soziale Förderbedarf höher als der Durchschnitt – inklusive hoher Anteile von Schülern mit Migrationshintergrund und zusätzlichen sprachlichen Herausforderungen – was ebenfalls einen Einfluss auf Unterrichts- und Schulklima haben kann. Dokumentenserver Rheinland-Pfalz

Gewalt und Straftaten an Schulen treten selten isoliert auf. Sie sind häufig Teil eines komplexen Problembündels, das schulische Misserfolge, riskantes Konsumverhalten (Drogen mit hohem Suchtpotenzial),  Schwarzarbeit/illegale Parallelwirtschaft (sog. informelle Ökonomien) und ideologische Radikalisierung miteinander verbindet. Diese Faktoren verstärken sich gegenseitig und beschleunigen Eskalationsprozesse. Die angespannte Situation in Ludwigshafen ist kein Einzelfall in Rheinland-Pfalz und schon gar kein Einzelfall in Deutschland. In dieser Reihe soll auf viele verschiedene Aspekte eingegangen werden, die Lage insgesamt und mit regionaler Ausprägung detailliert betrachtet und erörtert werden. Es gibt Auswege, obwohl sie sehr aufwändig sind und viel Engagement verlangen. Aber es ist jedem klar, dass die Menschen, die in prekären und inoffiziellen Lebens- und Arbeitsräumen sich bewegen und leben, auch die Probleme in den Schulen hervorrufen. 


Schulschwierigkeiten als struktureller Ausgangspunkt

Typische schulische Problemlagen:

  • Leistungsdefizite,
  • häufige Fehlzeiten,
  • Schulverweigerung,
  • Konflikte mit Lehrkräften,
  • frühe Stigmatisierung als „Problemfall“.

Schulisches Scheitern erzeugt:

  • Entwertungserfahrungen (empfundene und steigende Wertlosigkeit),
  • Verlust von Anerkennung,
  • Abkopplung von institutionellen Erwartungen.

Die Schule verliert damit ihre Funktion als Orientierungs- und Zukunftsraum.

Übergang in Gewalt und Straftaten

Wenn schulische Anerkennung ausbleibt, suchen Jugendliche häufig alternative Formen von Status, Macht und Zugehörigkeit. Gewalt wird dabei:

  • Mittel zur Selbstbehauptung,
  • Ausdruck von Frustration,
  • Ersatz für fehlende Wirksamkeitserfahrungen.

Straftaten im Schulkontext sind daher oft Folge, nicht Ursache schulischer Probleme.


Drogenkonsum und -verkauf als Eskalationsverstärker

Konsum

  • Cannabis, Alkohol und zunehmend synthetische Substanzen,
  • Konsum als Bewältigungsstrategie gegen Stress, Ohnmacht und Leere,
  • sinkende Hemmschwellen für Aggression.


Handel
  • Einstieg in inoffizielle Ökonomien,
  • Statusgewinn durch Geld, Angst und Kontrolle,
  • Konflikte um Reviere, Schulgelände und Schulwege.

Schulen werden dabei

  • Kontaktzonen, weniger Handelszentren.
  • Orte der Rekrutierung und Sichtbarkeit.

Drogenmilieus erhöhen

  • Gewaltbereitschaft,
  • Einschüchterung,
  • Straftatdichte im Umfeld der Schule,
  • familiäre und gesellschaftliche Probleme.


Rechtsradikale und extremistische Einflüsse

Anschlussfähigkeit

Rechtsradikale Ideologien wirken besonders dort, wo

  • biografische Brüche bestehen,
  • soziale Anerkennung fehlt,
  • einfache Schuldzuweisungen attraktiv werden.

Sie bieten

  • klar bezeichnete Feindbilder (Wahrheitsgehalt ist sekundär),
  • scheinbare Stärke (wir sind viele und helfen),
  • Zugehörigkeit und Ordnung.

Erscheinungsformen im Schulkontext

  • Rechtsextreme Sprache und Symbole,
  • Gewalt gegen Minderheiten,
  • Provokationen und Grenztests,
  • Vernetzung über soziale Medien.

Rechtsradikale Narrative legitimieren Gewalt und verschärfen bestehende Konflikte.


Das integrierte Eskalationsmodell

Schulische Misserfolge → Entwertung → Rückzug / Aggression → Drogenkonsum → Straftaten → ideologische Radikalisierung

Nicht jeder Weg verläuft vollständig, aber

  • je mehr Faktoren zusammenkommen,
  • desto höher ist das Eskalationsrisiko,
  • desto geringer die Rückkehrwahrscheinlichkeit ohne Intervention.


Besondere Risiken für Schulen

Schulen geraten in eine Mehrfachüberforderung, weil sie gleichzeitig:

  • Bildungsinstitution,
  • Sozialraum,
  • Präventionsinstanz,
  • Kriseninterventionsstelle,

sein sollen – allerdings ohne ausreichende Ressourcen (Räume, Fachleute, Finanzierung).


Konsequenzen für Prävention und Intervention

Früher ansetzen

  • Schulschwierigkeiten ernst nehmen, nicht sanktionieren,
  • Lern- und Beziehungsabbrüche vermeiden,
  • Übergänge absichern.

Milieus mitdenken

  • Enge Kooperation mit Jugendhilfe, Suchtberatung, Streetwork,
  • Präsenz im Sozialraum, nicht nur im Klassenzimmer,
  • klare Grenzziehung bei Drogenhandel und extremistischer Propaganda.

Ideologische Prävention

  • Politische Bildung mit Lebensweltbezug,
  • Stärkung demokratischer Selbstwirksamkeit,
  • Schutzräume für betroffene Schüler:innen.

Gewalt und Straftaten an Schulen entstehen dort, wo Schule scheitert, soziale Bindungen fehlen, inoffizielle Ökonomien locken und ideologische Angebote einfache Antworten liefern.


Siehe auch Informationen zur ganzen Reihe bei WIKIPEDIA