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Sonntag, 1. November 2026

Das Verspätungs- und Ausfallchaos der Deutschen Bahn

Aktuelles Bahnchaos (ai generated)




Die Bahnkrise ist messbar und konzentriert sich auf einen Punkt: VERSPÄTUNG

60,1 % Fernzüge waren noch pünktlich in 2025 – historischer Tiefststand nach 62,5 % 2024, im Oktober 2025 sogar nur 51,5 %. Zugausfälle stiegen von 1 % (2019) auf 4 % (2024) im Fernverkehr, im 1. Halbjahr 2025 fiel jeder zwölfte Fernzug ganz oder teilweise aus.

Neue Negativzahlen
2026 +40 % mehr Verspätungsfälle durch gestörte Infrastrukturanlagen laut DB InfraGO-Chef Nagl. Davon Langsamfahrstellen +66 %, Gleise +50 %, Weichen +29 %, Leit- und Sicherungstechnik +24 %. Die DB selbst beziffert 80 % aller Verspätungen als infrastrukturbedingt durch Überlastung und marode Anlagen.

Warum so häufig und schwer?
Nach DB-Faktencheck: 18 % direkte Infrastrukturstörungen + 61 % Überlastung = ∼80 % aller Verspätungsereignisse. Seit Bahnreform 1994 +46 % Personen- und +91 % Güterverkehr ohne Netz-Wachstum.
Investitionsrückstau:
124,5 Mrd. Euro laut Zustandsbericht 2025, Note 3,00 für das Gesamtnetz, Stellwerke Note 4,02 als schlechtestes Gewerk. 

Was würde in kürzester Zeit helfen?
Keine Milliardenmaßnahme wirkt in Wochen. Was sofort wirkt, diskutiert gerade die am 3. November 2026 startende Expertenkommission "Robuster Fahrplan":

Weniger Züge für mehr Pünktlichkeit
Auf überlasteten Korridoren Takt ausdünnen (z.B. Hamburg-Berlin von 30- auf 60-Minuten-Takt). Modell Schweiz (96,3 % pünktlich bei <3 Min) und Japan (Ø 54 Sek Verspätung).


Betriebliche Soforthebel der DB InfraGO:

  • Digitaler Befehl, 
  • Pufferminute,
  • Flex-Abfahrten,
  • Jokergleise und
  • KI-Dispo ADA-PMB (100 Sekunden Gewinn pro Entscheidung),
  • dazu Bauen im Takt statt 28.000 chaotischer Baustellen 2026.


Sofortprogramme 2026: 140 Mio. Euro, Management von 43 auf 22 Einheiten gekürzt, Qualitätsmanagement direkt beim CEO. 

Langfristig zeigt die Riedbahn (Sanierung 2024): Störungen -60 % in 6 Monaten, 2026 null Verspätungen durch Langsamfahrstellen. DB InfraGO-Chef nennt 2029 als Wendepunkt, wenn Hamburg-Hannover und die großen Korridore fertig sind. Bis dahin sei die schnellste Besserung: Komplexität rausnehmen, Puffer rein, Baustellen bündeln.