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Freitag, 17. April 2026

Hormus-Blockade: Zeichnen sich Reibereien zwischen Staaten ab?


Ja – und zwar heftig. Die Hormus-Blockade spaltet gerade die USA von China, NATO-Verbündeten und selbst von Golfstaaten.

Hier die Reibungspunkte Stand 17. April 2026:

1. USA vs. China: Offener diplomatischer Schlagabtausch
China nennt die US-Blockade „dangerous and irresponsible“. Außenamtssprecher Guo Jiakun: „This will only aggravate confrontation, escalate tension, undermine the already fragile ceasefire“.
Peking warnt: Die Wurzel des Problems sei der Militäreinsatz. „To solve the issue, the conflict must stop“.
Gleichzeitig fahren chinesische Tanker wie "Rich Starry" und "Murlikishan" weiter durch die Meerenge – „unmolested by US forces". Trump droht: Iran-nahe Schiffe werden „skyhigh“ gesprengt.

2. USA vs. NATO-Verbündete: Offene Verweigerung
Großbritannien: Premier Keir Starmer: „We're not supporting the blockade“. „Whatever the pressure, and there's been some considerable pressure, we're not getting dragged into the war“.

Deutschland: Verteidigungsminister Boris Pistorius stellt Trumps Forderung grundsätzlich infrage. Deutschland skeptisch gegenüber Militäreinsatz.

Türkei: Handelsminister Ömer Bolat: NATO ist „defensive force“. Verbündete haben „the right to remind the US of the alliance's defensive nature“. NATO ist nicht verpflichtet, in Iran-Konflikte einzugreifen.

Frankreich: Organisiert stattdessen mit UK eine „strictly defensive mission“ mit 30 Ländern inklusive Indien, Golfstaaten. Soll „distinct from the belligerents“ sein. USA + Iran werden informiert, spielen aber „no direct part“.

3. USA vs. Iran: Eskalation auf See
USA blockieren alle Schiffe zu/von iranischen Häfen. 14 Tanker in 72h gestoppt.
Iran droht zurück: „These ships of yours will be sunk by our first missiles“.
Gleichzeitig schreibt Iran Schiffen eine Route dicht an der eigenen Küste vor und verlangt Transitgebühren. 81% der Transits seit 13. April haben Iran-Bezug.

4. Neue Bruchlinien: Wer macht mit, wer nicht?
- Mit USA: Über ein Dutzend Kriegsschiffe, 10.000 Soldaten, 100 Flugzeuge im Einsatz
- Dagegen: NATO lehnt ab. „Nato could play a role… if all 32 members agreed“. Tun sie nicht.
- Eigener Weg: Frankreich/UK bauen Parallelmission. Türkei fordert „diplomacy“ statt internationale Truppe.
- Profiteure: China und Indien werden von Iran vor der Blockade mit 160 Mio. Barrel Öl auf See versorgt. Wert: 12 Mrd. £. Damit läuft Trumps „choke the Iranian economy“ ins Leere.

5. Der Kern des Streits
Trump: „Nations to send ships to safeguard the world's busiest shipping route“. Antwort: „muted response“.
Verbündete sagen: Hilfe nur bei „durable end to hostilities and an agreement with Iran that their ships will not be attacked“.

Fazit:
Die Reibereien sind da. USA setzen auf militärischen Druck. China kontert diplomatisch und fährt weiter. NATO-Verbündete verweigern Gefolgschaft und basteln an eigener Lösung. Die Türkei pocht auf NATO-Defensivcharakter. Ein Riss geht mitten durch den Westen – während 20 Mio. Barrel Öl pro Tag feststecken.