Warum denn nicht gleich Rente mit 85?
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| (AI, gemeinfrei) |
Wenn man schon dabei ist, die Rente immer weiter nach hinten zu schieben, dann kann man es doch auch konsequent zu Ende denken: Mit 85 ist der perfekte Zeitpunkt. Da sterben viele Menschen ohnehin – oder sie erleben die Auszahlung gar nicht mehr. Welch ein genialer „Sparmechanismus“ für ein System, das vorgibt, Sicherheit zu schaffen, während es in Wahrheit nur darauf baut, dass möglichst wenige überhaupt noch etwas bekommen.
Man könnte fast meinen, das sei Absicht. Denn wer die Rente weit nach hinten verlegt, 68, 69, 70, 75 oder eben gleich 85, der sagt im Kern: „Euer Lebenswerk ist uns weniger wert als die schwarze Null.“
Es gibt keine größere Täuschung als die Behauptung, das sei „alternativlos“. Alternativlos ist hier nur eines: die moralische Bankrotterklärung. Ein Staat, der Menschen 45-65 Jahre schuften lässt, um ihnen dann im hohen Alter ein paar kümmerliche Restmonate auszuzahlen, hat das Prinzip Solidarität längst aufgegeben.
Diese Denkweise ist nicht nur zynisch – sie ist entlarvend. Sie zeigt, wie wenig der Mensch zählt, wenn er nicht mehr produktiv ist. Wie sehr man darauf setzt, dass die Statistik das Problem löst, bevor die Politik es tun muss.
Eine Rentenpolitik, die erst mit 75, 80, 85 auszahlt, ist keine Politik mehr, sondern blanker Zynismus. Es ist ein System der deutlichen Ausnutzung, Überflüssigkeit am Ende, statt verbleibende Freizeit zum Genießen, verpackt in streng kalkulierende, technokratische Worte. Wer früher aussteigen kann sind die Besser- und Bestverdiener.
Und das Schlimmste daran: Man verkauft es als Fortschritt und bittere Notwendigkeit, weil keiner die Rentenkasse hüten kann. Und an diese Menschen in verantwortlichen Positionen soll man noch glauben?
